Explorativprojekt


Das Projekt Funktionalisierung von Naturfasern zur Erschließung neuer Anwendungen zielt auf die wissenschaftliche Bearbeitung dieser Defizite und Problem durch modular an den Fertigungsprozess anpassbare Oberflächeneigenschaften der Naturfasern sowie durch die Herstellung von naturfaserbasierten Materialien zur effizienten Luft- und Wasseraufreinigung. Dazu soll die Funktionalisierung von Naturfasern (NF), insbesondere cellulosebasierter Fasern untersucht, erforscht und weiterentwickelt werden.

Zur Umsetzung der Zielstellung verfolgt das Vorhaben zwei Forschungsschwerpunkte (FSP), siehe Abbildung 1:

  • Verbesserung der Faser-Matrix-Haftung und Optimierung von Halbzeugen: Die Optimierung der Halbzeuge und der Faser-Matrix-Haftung in der Herstellung von duroplastischen NFK-Bauteilen, dazu gehört die Entwicklung einer modularen und skalierbaren Funktionalisierungschemie sowie deren Anwendung und Optimierung.
  • Entwicklung Naturfaserbasierter Filtermaterialien zur Luft- und Wasseraufbereitung: Die Entwicklung naturfaserbasierter Komposite zur Wasser- und/oder Luftreinigung, insbesondere die Weiterentwicklung von mixed-matrix-Membranen zur Kombination von Filtration und Adsorption mit dem Ziel hoher Permeabilität bei hoher Selektivität. Die Methoden zur Wertstoffrückgewinnung (z.B. Phosphat) sollen die Nachhaltigkeit von NF-Prozessen erhöhen.

Die zwei Forschungsschwerpunkte sind stark mit den Forschungen der Impulsprojekte innerhalb des LaNDER3-Vorhabens vernetzt. Ein permanenter Daten- und Wissenstransfer erlaubt die Beantwortung grundlegender Fragestellungen unter Berücksichtigung der Praxisanforderungen. Die Einbeziehung und Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern des Vorhabens sichert dabei wissenschaftliche Anforderungen. Schlussendlich soll das Explorativprojekt die Startbedingungen für Impulsprojekte der Intensivierungsphase im Rahmen des FH-Impuls-Programms (ab 2021) legen.

Im Rahmen des Projekts wird in neue Labortechnik investiert. Unter anderem steht nun ein Doppelschnecken-Mikrocompounder zur Verfügung, um neue Zusammensetzungen praxisnah zu erforschen. Der Aufbau eines Messtands zur Luftfiltration ist gegenwärtig in Vorbereitung - ein Massenspektrometer zur Analyse der Abgasströme in Echtzeit ist angeschafft.

Wir werden Sie auch in Zukunft über weitere Entwicklungen im Projekt an dieser Stelle informieren!

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Kontakt

Projektleiter

Prof. Dr. rer. nat. Jens Weber

Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften

+49(0)3583 6124705
j.weber@hszg.de




Projektpartner